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Mehrere MediaWiki-Instanzen unter Debian mit Paket-Updates

April 03, 2012 Von: Nik Kategorie: Linux, Netzwerk & Server, Software-Entwicklung 3 Kommentare →

Manchmal kommt es vor, dass man auf einem Webserver mehrere Wikis hosten möchte. Hierzu sind mehrere Instanzen einer Wiki-Software, in diesem Beispiel Mediawiki, nötig.

Das Problem daran ist, dass damit, ohne ein bisschen Kreativität, nur die Möglichkeit bleibt, Mediawiki mehrmals getrennt von Hand zu installieren. Das ist aufwendig und nimmt vor allem die Möglichkeit, über das Debian-Paketsystem auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Doch dank der Struktur des Debianpackage.png mediawiki-Paketes in Debian ist es, mit ein bisschen Magie, möglich, mehrere Instanzen auch mit dem Debian-Paket zu betreiben.

Eine Anleitung dazu ist aus dem Thread Mediawiki mal 2 bitte!!!! im Forum in Zusammenarbeit mit ssc entstanden. Als Endresultat stand um 4 Uhr nachts ein Script, das semi-automatisiert beliebig viele Instanzen verwalten kann und bei Interesse seitens der Maintainer in das mediawiki-Paket aufgenommen werden kann.

Die Anleitung sowie alle weiteren Details finden sich im Debianforum.de-Wiki!

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Bei Debian angekommen

Juli 18, 2011 Von: Nik Kategorie: Linux, Spontane Gedanken 27 Kommentare →

Lange Zeit habe ich mich nun mit der Auswahl der richtigen Linux-Distribution beschäftigt. Nachdem ich 2002 meine ersten Kontakte mit Linux machte, als unser damaliger Informatiklehrer an usnerer Schule SuSE Linux einführte, habe ich mich durch diverse Distributionen durchprobiert.

Natürlich habe ich mich mit SuSE lange Zeit wohlgefühlt, hauptsächlich wohl weil ich noch nichts anderes kannte und SuSE ja allgemein ein beliebter Anfängerfehler ist (oder war). Danach sprang ich, von einem Kollegen infiziert, in die kalten Fluten und beschäftigte mich eingehend mit Gentoo. Bis heute muss ich sagen, dass mir der Gentoo-Ansatz am besten gefällt. Das Portage-System ist natürlich durchaus mit den BSD-Ports vergleichbar und ein rundum angepasstes System ist damit perfekt möglich.

Für den Desktop-Einsatz jedoch eigenete sich Gentoo leider auf lange Sicht nicht. Gerade wenn man öfters mal spontan neue Programme benötigt, gibt es hier Stress. Möchte mann in einer Präsentation ein Programm zeigen, mit dessen Notwendigkeit man vorher nicht gerechnet hat, macht ein dreistündiger Kompiliervorgang nicht den allerbesten Eindruck. Mit dem GRP-Ansatz könnte man dieses Problem zwar lösen, jedoch gibt es da – meines Wissens – keine aktiven Entwicklungen.

Zuletzt war ich dann im Desktopeinsatz langjähriger Ubuntu-Benutzer. Im Serverbetrieb setzte ich stattdessen (größtenteils) auf Debian GNU/Linux. Im Prinzip war der Hintergedanke, grundsätzlich Debian-artige Systeme einzusetzen, da Paketverwaltung und Ähnliches hier einfach am schönsten ist. Ubuntu war die Alternative zu Debian testing, um ein halbwegs aktuelles System zu haben.

Spätestens mit Ubuntu 11.04 “Natty Narwhal” hat Canonical jedoch gezeigt, dass sie ihr Betriebssystem nun gezielt zerstören möchten. Unity und die restlichen damit verbundenen Patches kann man einem gesunden Menschen einfach nicht antun, und vor allem hinterlässt die Art und Weise der Entwicklung einen äußerst faden Nachgeschmack. Es sieht nämlich so aus, als sei Unity nur der Anfang einer langen Ära von Ubuntu-spezifischen Änderungen und Alternativlösungen. Vielleicht gibt es den einen oder anderen, der das möchte, aber ich persönlich möchte von der Community entwickelte, vernünftige Software.

Nachdem ich im letzten Jahr knallhart an Fedora gescheitert war (ieses System wollte bei mir einfach keine Grafik machen oder hängte sich alle 10 Minuten weg; die Fedora-Jungs bei den CLT hatten auch keine Ahnung wie sie das lösen sollten) habe ich dieser Distribution dann in den letzten Wochen noch einmal einen ausführlichen Besuch abgestattet. Zunächst war ich begeistert, da das System wirklich stabil und schnell lief und größtenteils recht unberührt aussah. Nach reiflichen Überlegungen war dann jedoch klar, dass man RPM und vor allem so etwas behäbiges und kaputtes wie yum dann doch nicht haben will. Die Antwort auf die Fragen der Paketverwaltung heißt apt.

Und nicht zuletzt ist da dann noch eine zugegebenermaßen eher religiöse Frage, nämlich die nach dem Maintainer einer Distribution. Aus meiner Sicht ist Debian schlicht die reinste Distribution. Rein bedeutet in diesem Fall, dass es weder einen historisch gewachsenen Bezug zu einem kommerziellen Anbieter (SuSE), einen kommerziellen Träger (Ubuntu) noch einen kommerziellen Supporter, der sich Sitze in einer Foundation kauft (Fedora) gibt. Natürlich wird auch Debian von großen Unternehmen wie HP oder 1&1 gefördert, jedoch gibt es hier keine Anzeichen von überdurchschnittlicher Beeinflussung durch die kommerziellen Interessen eines einzelnen Sponsors.

Bleibt ein ärgerlicher Punkt, nämlich der der in Debian stable deutlich veralteten Software. Jedoch kann man ja, wenn man es vernünftig tut, durchaus mit Debian testing arbeiten oder aktuellere Software händisch nachinstallieren. Für unerfahrene Anwender ist das sicherlich nicht die beste Option, für mich und meinen Benutzerkreis, der in der Handhabung und Wartung des Systems von mir betreut wird, ist es jedoch die beste Alternative.

Es steht hiermit, nach 9 Jahren, also fest: Debian soll und wird meine Heimat werden. Sowohl als Benutzer als auch als aktiver Kontributor.

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Mögliche entfernte Codeausführung durch logwatch

Februar 17, 2011 Von: Nik Kategorie: Linux, Sicherheit 3 Kommentare →

OK, also das Benutzernamen-Feld unserer Windows-Clients war wohl für die letzten Wochen eine root-Shell auf unseren Fileserver. Dort hatte ich logwatch installiert, um Benutzer zu fangen, die ihre Accountdaten weitergeben (d.h. z.B. auf einer geographisch völlig unmöglichen Kombination von Clients gleichzeitig eingeloggt sind).

Seit ein paar Tagen bekam ich dann von logwatch keine Mails mehr, was ich dann heute mal gedebuggt habe. Nun hat sich wohl irgendwann mal ein User mit irgendwelchem Random-Kram versucht einzuloggen (“3836jai)xoh)”). Unser Samba-Server ist so eingerichtet, dass er eine Logdatei pro User anlegt. Äh, das hat so mal Sinn gemacht … wirklich. Und deshalb gab es jetzt also eine Datei namens “log.3836jai)xoh)”. Und das fand logwatch gar nicht so lustig, denn logwatch wirft eine Liste der Logdateien die es so findet einfach so ohne sanity checks oder Quoting oder sonst was in die sh. Das resultierte dann in ein bisschen Fehlerausgabe und einem unsauberen Ende:

sh: -c: line 0: syntax error near unexpected token `)'
sh: -c: line 0: `cat /var/log/samba/log. 4023 /var/log/sa .........

Ist natürlich alles in allem ärgerlich, und irgendwie sollte man dieses komische Log-Setup auch mal wieder abschaffen. Aber dennoch, ich finde ein logwatch sollte das nicht einfach so tun. Nehmen wir mal an, ein User hätte sich aus Versehen als “; rm -rf /” oder “; poweroff” angemeldet. Dann hätte der Fileserver am nächsten Morgen um 6:25 sauber die Platte gewiped oder sich zur Ruhe gebettet. Echt unschön sowas …

Habe das jetzt mal an die Entwickler gefaxt, aber die lesen ihren Bugtracker offenabr nie. Mal schauen ob sie auf Mails reagieren … und der logwatch darf vorerst in seiner Hütte bleiben :D .

Update 1.3.2011: Bereits nach wenigen Stunden hatte einer der logwatch-Entwickler auf meine Mail auf der Mailingliste reagiert und einen Patch veröffnetlicht. Heute kriegte ich dann dank Google Alerts mit, dass Ubuntu was dazu in den Security Notices hat.

Und hier ist sie – meine erste offiziell entdeckte Vulnerability – CVE-2011-1018 (CVE | NVD | USN | ). Irgendwie bin ich ja dann doch so’n bisschen stolz. Darf ich jetzt eigentlich noch in die USA einreisen :P ?

Übrigens war mir bis gerade eben gar nicht klar wieso man da so einen Aufstand drum macht (gut, den macht man um jede Sicherheitslücke, aber es wirkt irgendwie erschlagend). Ich dachte ja das wäre nur in meiner komischen Samba-Konfig. mit den Benutzernamen im Log-Dateinamen so dramatisch, aber dann fiel mir auf, dass das sogar auf den meisten Linux-Distributionen mit Standard-Konfig. exploitbar ist. Viele Default-Konfigs setzen nämlich den NetBIOS-Namen des Clients in den Logdateinamen ein (log file = log.%m). Den kann man sich als Client im Prinzip ja auch selber ausdenken. Samba wird dann zwar unter Umständen sagen “Ne du, das Ding sieht komisch aus” oder “Häh, wer bist denn du?” – aber das wird es nicht nur dem Client mitteilen sondern das auch loggen. Und zwar wohin? Genau …

Update 4.3.2011: Die Debianer haben es dann heute mit DSA-2182-1 auch schon zu einem Advisory gebracht. Boah, sind die flott!

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FrOSCon 2009

August 24, 2009 Von: Nik Kategorie: FrOSCon, Linux, Messen, Sicherheit 5 Kommentare →

Wie ich bereits angekündigt hatte, haben Felix, Martin und ich dieses Jahr die Free and Open Source Software Conference in Sankt Augustin bei Bonn besucht. Am Samstag und Sonntag besuchten wir einige Vorträge, informierten uns über die neuesten Trends an der Front der Linux-Distributionen und brachten uns über den Rest der Open Source-Welt auf den neuesten Stand.

(weiterlesen …)

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