Seit ein paar Wochen zähle ich mich nun offiziell zu den Sicherheitsfanatikern. Also jetzt nicht in dem Sinne, dass ich paranoid vor blauen Lämpchen davonlaufe, weil das ja Bluetooth sein könnte und ich darüber abgehört werde, sondern im Passwort-Bereich.
Sehr zu Felix Belustigung (und anfänglich meinem Leidwesen) bin ich dazu übergegangen, wirklich für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu verwenden. Dabei gibt es zwei Klassen:
- Selfmade-Passwörter für Dienste, die ich oft brauche oder wo ein Passwortmanager irgendwie doof wäre (Systemanmeldung
…)
- Random-Passwörter für Dienste und Websites, die ich nur so am Rande benutze
So habe ich nun also für mein (etwas advancederes) Heimnetz mein altes, sicheres Standardpasswort und für das Leibniz-Netz ein neues, selber zusammengesetztes Passwort (26 Zeichen, alpha-numerisch + Sonderzeichen …. ne, damit hab ich so gar keien Probleme
…). Für Facebook & Co. gibt es Zufallspasswörter von einer Qualität, die ich dem entsprechenden Backend zutraue (es gibt noch immer so viele Entwickler die es für eine ganz hervorragende Idee halten, Passwörter zu normalisieren und dann nach 8 Zeichen abzuschneiden …).
Als wichtigste Komponente kommt dann der Passwort-Manager ins Spiel. Meine Wahl fiel dabei, anfangs vor allem deswegen, weil mir keine Alternativen bekannt waren, auf KeePass bzw. seine Variationen. Und diese Software hat sich mittlerweile bei mir mehr als bewährt: Ich benutze die Datenbank des Programms an allen möglichen Orten. Unter Ubuntu (KeePassX), Windows (KeePass, nach Belieben auch in einer portablen Version) und sogar auf meinem Android-Handy (KeePassDroid). Und das hat bisher trotz unterschiedlicher Versionen noch nicht ein einziges Mal geknallt. Daran sollten sich so ziemlich die meisten anderen Entwickler mal eine dicke Scheibe abschneiden.
Jetzt kommt natürlich völlig zurecht die Frage: Wie bekommt man diese Datenbank den nun sinnvoll auf so viele Systeme? Ganz einfach: Mit meinem Lieblings-Webdienst Dropbox.
Dropbox synchronisiert ganze Ordner zwischen mehreren Computern und wenn man das denn möchte sogar mehreren Benutzern. Udn in meiner Dropbox liegt nun also meien KeePass-Datenbank. Das klingt jetzt erstmal total witzlos, dass ich meine ach so hochsicheren Passwörter einem Drittanbieter vor die Füße werfe. Aber in dieser Dropbox liegen sogar meine SSL- und GnuPG Private-Keys. Man muss sich halt sicher sein, dass niemand, der die Daten bekommt, dann auch tatsächlich etwas damit anfangen kann. Dank sicherer Krypto-Container sollte das nicht so das große Problem sein.
Was aber klasse ist: Genau so wie KeePass gibt es den Dropbox-Client wieder für alle wichtigen Plattformen, das heißt Windows, Linux und Android. So habe ich meine Passwortdatenbank immer und überall parat.
Ob das irgendwann mal noch ganz kräftig in die Hose geht (mein lieber Felix prophezeit mir das ja schon von Anfang an, aber da setze ich mal darauf dass er eh dann irgendwo ein Backup findet
…) wird sich zeigen, aber bis dahin kann ich erstmal nur sagen: Wow, genial!
Seit ein paar Wochen zähle ich mich nun offiziell zu den Sicherheitsfanatikern. Also jetzt nicht in dem Sinne, dass ich paranoid vor blauen Lämpchen davonlaufe, weil das ja Bluetooth sein könnte und ich darüber abgehört werde, sondern im Passwort-Bereich.
Sehr zu Felix Belustigung (und anfänglich meinem Leidwesen) bin ich dazu übergegangen, wirklich für jeden Dienst ...