Mozilla den Rücken kehren
Kennt ihr das? Jahre lang hattet ihr eure Standardsoftware. Ihr habt euch an sie gewöhnt, sie lieb gewonnen und gelernt, mit ihren Schwächen umzugehen. Und ja, ich rede immer noch von Software
.
Bei mir geht es akut um die Mozilla-Produkte Firefox und Thunderbird. Seit vielen Jahren ist Firefox mein Standardbrowser und Thunderbird mein Standard-Mailclient. Doch heute habe ich mich entschlossen, diese Ära zu beenden.
Um das zu verstehen, ist es zunächst wichtig, wieso ich überhaupt angefangen habe, die Mozilla-Produkte zu benutzen. Aus dem gleichen Grund wie die meisten hier: Damals war ich noch Windows-Benutzer und es musste einfach ein Ersatz für Microsofts Crapware Internet Explorer und Outlook Express her. Firefox hatte schon damals den Ruf, so ziemlich alles, was Microsoft falsch gemacht hatte, richtig zu machen. Doch wenn man die Fehler anderer nicht macht, muss man eigene Fehler machen. Und das tut auch Mozilla.
Ein wichtiger Grund für den Ausstieg ist der neue Release-Zyklus für Mozilla Firefox. Alle sechs Wochen soll nun eine neue stabile Version des Browsers veröffentlicht werden. Deshalb und wegen der immer mieser werdenden Performance des Browsers steige ich nun vollständig auf Google Chrome um. Der Release-Zyklus sieht hier zwar ähnlich aus, doch im Gegensatz zu Mozilla schafft es Google, vernünftige Pakete und ein Repository für Debian stable bereitzustellen.
Beim Mailclient fällt meine Wahl nach einigem Testen auf Claws Mail. Der Hauptgrund ist, dass ich GPG und S/MIME mit meiner Fellowship-Smartcard machen möchte und die Unterstützung in Form eines PKCS#11-Treibers nicht wirklich gut ist. Claws Mail benutzt als Backend für S/MIME gpgsm. Damit ist eien Integration meines CAcert-Zertifikats in die Smartcard problemlos möglich. Und auch ansonsten macht Claws einen sehr sauberen und vor allem nerdigen Eindruck
.
Mal sehen, wie lange diese Software-Auswahl jetzt hält!
