Ubuntu macht die Umgewöhnung leicht – Vorsicht Sarkasmus!
Ubuntu, Kubuntu, Xubuntu, Edubuntu – so heißen sie, die Derivate der Debian-basierten afrikanischen Linux-Distribution, die die Vorzüge von Debian mit Benutzerfreundlichkeit besonder für Ein- und Umsteiger verknüpfen soll.
Seit einiger Zeit betreibe ich die Distribution nun auf meiner Workstation und muss sagen: Diese Verknüpfung ist wirklich gelungen!
Schon die Installaiton gestaltete sich denkbar einfach. Nachdem das Live-System ca. 10 Minuten mit dem Starten von X beschäftigt war, ging der gesamte Installationsprozess recht schnell vonder Hand. Es sidn ja nicht viele Einstellungen zu machen, das meiste wird vorgekaut serviert. Gut für den einen, schlecht für den Anderen …
Das tolle ist ja, dass sämtliche Hardware von Haus aus schon unterstützt wird. Zu diesem zweck liefert Ubuntu auch proprietäre Treiber mit, die nach ca. siebzehn Sicherheitsabfragen auch installiert werden. Praktischerweise hat man hier auch mitgedacht und enttäuscht den Umsteiger nicht mit sofortiger problemlsoer Funktionalität, ein paar Anläufe braucht es schon, bis die Treiber tatsächlich auf dem System landen.
Ein weiterer Schritt, den die Entwickler in puncto Benutzerfreundlichkeit unternommen haben, ist die Tatsache, dass das System mit jedem Update an Performanz verliert. Windows-User wären ja auch völlig überrumpelt, wenn ihr System nicht mit der Zeit zum Rentner würde. Der Arbeitsspeicher ist mit einer grafischen Oberfläche, einem Chat-Programm und einem Webbrowser zu 95% ausgelastet, so kommt auch in den Speicherzellen nie Langeweile auf.
Und gestern flackerte eine Meldung auf meinem Monitor auf, die auch meine letzten Zweifel an der Umsteigerfreundlichkeit der Distribution ausräumte. Es war ein unscheinbares kleiens Update, kein Kernel-Update oder so etwas, nur ein paar Pakete, die eigentlich kein Mensch wirklich braucht. Und Ubuntu enttäuschte mich als alten Windows-Hasen natürlich nicht:

Die Meldung hängt da übrigens jetzt seit über 24 Stunden, die aktualisierte Software läuft bereits in der neuen Version. Ich sage ja, umsteigerfreundlich …
Eigentlich hatte ich vor, mein Ubundows in naher Zukunft durch Gentoo zu ersetzen, aber spannend ist es ja irgendwie doch …
Verbesserungsvorschläge an die Ubuntu-Entwickler wären noch:
- Ersetzung von Kernel panics durch Blue Screens (Am besten auch gleich Ooops’es …)
- Verstecken sämtlicher Konfigurationsdateien in GConf-Schemas (au ja, die sind noch komischer als die Windows-Registry …)
- Speicehrbegrenzung im Standard-Kernel auf 256 MB (reicht doch, ab da können wir ruhig swappen …)
- Tägliche Online-Meldepflicht (das wäre noch nerviger als die Windows-Aktivierung …)
Ich muss hinzufügen, dass Xubuntu eine sehr sehr viel versprechende Distribution war, und ich hoffe, dass sich das Ganze in Zukunft wieder verbessert. Die Lizenzpolitik von Canonical hat sich auch nicht gerade zum Besseren verändert, die Kritik im Netz ist present. Wir werden sehen, was Ubuntu 9.04 bringen wird!

März 14th, 2009 at 23:54
…und nach dem Update fehlt eigentlich nur noch der Zwangsneustart mit Countdown…am besten implementiert in init, sodass man auch mit sudo nicht auf dumme Gedanken kommt und den notwendigen Neustart unterbricht.
März 15th, 2009 at 00:02
Unter Vista hatte ich das ja ganz am Anfang mal ohne Countdown – Update durch und Neustart. Und zwar erzwungen, also shutdown -f, nicht mal ne Abfrage ob ich vielleicht mein Dokument speichern wolle …
Juli 18th, 2009 at 10:52
Im Übrigen betriebe ich auf meinem Notebook, seit ich Gentoo zerschossen habe (ja, das war ich zu 100% selber schuld …) ein absolut geniales Ubuntu. Ich brauchte noch am selben Abend ein Linux für eine Präsentation, und ich muss sagen, in 9.04 haben die sich echt gebessert!