Mögliche Stories für Portal 3 – Idee 2: Postapokalyptische Zukunft

Am Anfang von Portal 2 wacht Chell aus ihrem Hyperschlaf auf, jedoch weiß man nicht, wie lange dieser andauerte. Was wäre, wenn Chell am Ende des zweiten Teils nur zertrümmerte Gebäude, Autos, usw. vor sich hat? Vielleicht hat sich, während Chell im Enrichment Center von Aperture getestet wurde, der dritte oder gar vierte Weltkrieg ereignet. In diesen Kriegen würden nur noch nukleare Waffen eingesetzt werden. Chell war in Aperture, weit unter der Erde, wo sie sicher war. Sie kommt aus Aperture, und versucht irgendwie jemand anderen zu treffen, wobei sie ihre Portalgun benutzt. Diese Story würde sich komplett außerhalb Apertures abspielen.

Detail welches darauf hinweißt:                                                                                          Still Alive: When I look outside I feel so GLaD I’m not you [...]

Damit wäre vor allem eine Zusammenführung der Story mit der von Half-Life möglich.

“Open Source ist Software unter Freunden” – Diskussion mit einem 14-jährigen

Ich hatte gerade eine sehr interessante Unterhaltung mit einem 14-jährigen Debian-Interessenten. Die wachsen in meiner Umgebung ja scheinbar auf Bäumen, aber der hier scheint, genau so wie sein kleiner Bruder, auch an der Philosophie hinter Open Source interessiert zu sein. Ich möchte den Chat daher, mit seiner Erlaubnis, daher einmal als Beispiel anführen, wie Jugendliche über Open Source denken und was für eine Diskussion entstehen kann. Besonders auch wegen des, wie ich finde, sehr interessanten Schlussatzes.
Weiterlesen

Mögliche Stories für Portal 3 – Idee 1: Der Spycube

Als große Fans der Portal-Reihe haben wir uns mal Gedanken darüber gemacht, wie die Story in einer möglichen Fortsetzung von Portal aufgebaut sein könnte. Wir haben mehrere verschiedene Ideen gehabt, und möglichst logisch mit den anderen Teilen verknüpft. Anregungen haben wir im Internet gefunden, und mit unseren Ideen vermischt.

Idee 1 – Der Spycube (Vorsicht, Spoiler!)

Jeder kennt ihn, jeder liebt ihn; der Companion Cube sieht aus wie ein völlig normaler Würfel, nur eben mit Herzchen. Sobald GLaDOS Chell in Portal 2 aus der Anlage von Aperture frei lässt, wirft sie einem den Companion Cube an den Kopf. Der Companion Cube aus Portal hat bei Chell nur Sympathie erreicht, vielleicht ist er aber etwas anderes als er scheint…. Hat GLaDOS einen nur angelogen, einen beschwatzt der Companion Cube sei der beste Freund des Subjekts? Ist der Companion Cube nur eine Art Spion, mit Kameras oder sogar mit einem Personality Core ausgestattet? Wäre er tatsächlich mit einem Personality Core versehen, würde das erklären, wieso eben dieser eine Würfel Emotionen wie ein Mensch empfinden kann. Ist dies vielleicht sogar ein Personality Core von Cave Johnson, würde das bedeuten, dass Chells Vater schon immer ein genaues Auge auf sie hatte. Beobachtet einen der Companion Cube alias Cave Johnson die ganze Zeit? Es würde sich hierbei um eine perfekt organisierte Verschwörung in der Familie handeln. Bleibt noch die Frage: Warum?

To be continued …

Die Verwendung von Geocache-Listings – Lizenzfragen und warum Geocaching.com freier ist als Opencaching

In letzter Zeit gibt es einiges an Diskussion über Lizenzfragen bei Geocache-Listings. Auslöser dafür war auf der einen Seite die bekannt gewordene Lizenzänderung des Opencaching.de-Projektes zur CC-BY-NC-ND-Lizenz, auf der anderen Seite ein Thread im Geoclub über die Weitergabe von Daten aus Pocket Queries auf Geocaching.com.

So kontrovers die Diskussion sein mag und so gerechtfertig der Ärger über die restriktive Haltung von Groundspeak sein mag, so einfach ist eigentlich auch die Lösung. Fangen wir einmal mit Groundspeak an. Die Terms of Use sind sehr eindeutig:

The Site and all content available on the Site are protected by applicable intellectual property laws, and are for personal and noncommercial use. All rights not expressly granted in this Agreement are reserved by Groundspeak or by the respective owners of the intellectual property rights. All materials available on or through the Site, other than Third Party Submissions (collectively, the “Site Materials”) are the property of Groundspeak or of its licensors and are protected by copyright, trademark, and other intellectual property laws. Groundspeak reserves the right to impose additional terms and conditions upon Your use and viewing of particular Site Materials, and any such terms and conditions may be posted on the Site in connection with those Site Materials. You may not reproduce or retransmit the Site Materials, in whole or in part, in any manner, without the prior written consent of the owner of such materials, except as follows: You may make a single copy of the Site Materials solely for Your personal, noncommercial use, but such copying must be consistent with any applicable additional terms and conditions and You must preserve any copyright, trademark, or other notices contained in or associated with such Site Materials. You may not distribute such copies to others, whether or not in electronic form and whether or not for a charge or other consideration, without prior written consent of the owner of such materials.

Wer diesen Abschnitt aufmerksam liest, wird einige sehr interessante Punkte feststellen:

  1. Die Website gehört Groundspeak, Inc. und sie geben an dieser Veröffentlichung keine Rechte. Das ist ja auch nicht notwendig – warum sollte jemand das Seitenlayout, Grafikdesign, etc. kopieren wollen?
  2. Groundspeak, Inc. sagt ausdrücklich, dass Inhalte, die von Dritten auf der Website veröffentlicht wurden, diesen Dritten gehören. Der Eigentümer eines Cachelistings bleibt also der Owner.
  3. Groundspeak räumt jedem Benutzer das Recht ein, Listings für sich selber einmalig zu kopieren und im Rahmen des Spieles zu verwenden. Eine Weiterveröffentlichung ist nicht erlaubt.
  4. Der Urheber des Materials im Listing kann in Schriftform weitere Rechte einräumen.

Wenn man hierüber nachdenkt, wird schnell klar: Groundspeak schränkt weder die Rechte des Urhebers noch der Benutzer ein. Im Gegenteil: Jeder bekommt das Recht eingeräumt, Listings für sich selber zu verwenden. Nichts liegt mir ferner, als einen kommerziellen Dienstanbieter wie Groundspeak zu verteidigen, aber Fakt ist: Diese Lizenz ist offener als die, die fast alle Owner selber geben! Denn, zumindest in Deutschland, ist das Urheberrechtsschutzgesetz eindeutig:

UrhG §15 Satz 1

 

Der Urheber hat das ausschließliche Recht, sein Werk in körperlicher Form zu verwerten.

Mit der Veröffentlichung auf Geocaching.com stellt der Urheber seinen Inhalt also zunächst unter Groundspeaks Lizenz. Diese Lizenz erlaubt zwei Parteien etwas:

  1. Jedem Benutzer die Nutzung des Inhalts für persönliche Zwecke, sowie
  2. Groundspeak weitere Rechte, mit denen sie ihre kommerziellen Interessen vertreten.

Das interessante am zweiten Punkt ist die Formulierung in den Terms of Use:

All comments, articles, tutorials, screenshots, pictures, graphics, tools, downloads, and all other materials submitted to Groundspeak in connection with the Site or available through the Site (collectively, “Submissions”) remain the property and copyright of the original author. If You submit Submissions to Groundspeak, You must adhere to any applicable submission guidelines that may be posted from time to time on the Site. By submitting any Submission to Groundspeak, You grant Groundspeak a worldwide, non-exclusive, transferable, perpetual, irrevocable, fully-paid royalty-free license and right to use, reproduce, distribute, import, broadcast, transmit, modify and create derivative works of, license, offer to sell, and sell, rent, lease or lend copies of, publicly display and publicly perform that Submission for any purpose and without restriction or obligation to You.

 

Daraus folgt:

  1. Groundspeak wird nicht Eigentümer der veröffentlichten Inhalte. Alle Rechte bleiben dem Urheber, also dem Owner, vorbehalten. Das ist nicht nur eine indirekte Folge des deutschen Rechts, das so oder so gelten würde, egal was Groundspeak verlangt, sondern das wird von Groundspeak ausdrücklich so klargestellt.
  2. Groundspeak bekommt ein Nutzungsrecht, mit dem sie ihre kommerziellen Interessen vertreten dürfen. Aber dieses Nutzungsrecht ist ausdrücklich nicht-exklusiv - es verhindert also keinesfalls, dass der Owner sein Werk selber weiterlizensiert.

Die Konsequenz aus diesen Beobachtungen ist, dass sich der eine oder andere, der über Groundspeak schimpft, grundlos anpinkelt. Groundspeak agiert ausschließlich im Sinne geltender Gesetze und schützen damit die Rechte des Einzelnen. Darüberhinaus fordern sie nur ein zusätzliches Nutzungsrecht für sich selber. Im Prinzip fordern sie für sich eine reine CC-Lizenz – sie dürfen alles tun. Sie nehmen sich nur nicht das Recht heraus, diese Lizenz auch für alle anderen zu fordern. Das liegt in der Verantwortung des Einzelnen. Was Groundspeak da fordert, ist also nichts anderes als das, was jeder fordert, der sagt: “Mit meinem Listing darf jeder machen ,was er möchte.”. Um das allen anderen außer Groundspeak zu erlauben, ist nur ein kleiner weiterer Schritt erforderlich.

Die Partei, die also die freie Nutzung von Listings von Geocaching.com verhindert, ist also der Owner seber, der es versäumt hat, sein Werk selber ausdrücklich zu lizensieren. Eine einfache Notiz im Listing hilft:

This cache listing is published under the CC-BY-SA license. Groundspeak, Inc. is granted a seperate license under their Terms of Use.

Diese Notiz steht in vollem Einklang mit deutschem Recht und mit den Terms of Use von Groundspeak, Inc. – diese weisen ausdrücklich auf diese Möglichkeit der selbstständigen Lizensierung hin.

Was Opencaching.de angeht, ist die Sachlage ähnlich – die Listings stehen dort standardmäßig unter CC-BY-NC-ND, es ist also keine Abwandlung oder kommerzielle Nutzung erlaubt. Dies ist allerdings ein Mindeststandard – jeder Owner kann die Lizenz seines Listings freier wählen, indem er eine Notiz in seinem Listing anbringt. Die oben genannte Notiz deckt beide Plattformen ab.

Interessant ist aber, dass das Opencaching-Projekt daraus ein Geheimnis macht. In den Nutzungsbedingungen findet sich keinerlei Hinweis auf die selbstständige Relizensierung der Beiträge:

Ab dem 7. April 2013 stehen alle durch die Benutzer auf Opencaching.de eingebrachten Inhalte unter der Lizenz “Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 3.0″, auf Deutsch “Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0″ (CC BY-NC-ND 3.0), das heißt, Sie dürfen die Inhalte vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen. Dabei ist die Namensnennung des Autors/Rechteinhabers in der unten angegebenen Form zu wahren. Eine kommerzielle Nutzung der Inhalte ist in jeglicher Form ausgeschlossen, ebenso dürfen keine Veränderungen/Abwandlungen der Inhalte vorgenommen werden.

Opencaching zwingt seinen Nutzern hier erst einmal eine (unfreie) Lizenz auf. Da die Rechtslage eindeutig ist, darf trotzdem jeder seine Lizenz freier wählen und das räumen die Projektleiter auf Nachfrage auch ein. Aufgrund der Nutzungsbedingungen wird der Hinweis auf die vorgegebene Lizenz aber immer prominenter sein als die eigene Lizenz.

Dem Opencaching-Projekt ist also zu der Leistung zu gratulieren, dass ihre Plattform nun offiziell unfreier ist als Geocaching.com. Denn bei Groundspeak bekommen die Autoren keine Lizenz vorgegeben und erhalten schon bei der Registrierung völlig frei Haus den Hinweis, dass sie ihre Beiträge selber lizensieren sollen. Das Opencaching-Projekt bedient sich bis auf Weiteres nur einer Bevormundung in Lizenzfragen.

Es ist eine andere Frage, ob derlei Pingeligkeit sinnvoll ist. Der eine oder andere dürfte es lästig finden, sich mit dem Urheberrecht beschäftigen zu müssen. Ich hingegen finde es aber gut, dass ich selber entscheiden darf, wem ich welche Rechte einräume und dass das nicht einfach jemand anderes für mich tut.

Disclaimer: TINLA, IANAL.

Update: Mehr Details über Opencaching hinzugefügt.
Update: Opencaching.de stellt sich offen gegen eine einfache Lizenzauswahlmöglichkeit für seine Benutzer. Es ist also amtlich und anerkannt, dass man mit dem Thema schlechter umgeht als Groundspeak und der Name Opencaching allenfalls am Bullshit-Bingo teilnehmen kann.
Update: Weitere zwei Tage später hat Opencaching.de seine Nutzungsbedingungen so weit ergänzt, dass sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass ihre vorgegebene Lizenz nicht-exklusiv ist. Damit ist das Problem grundsätzlich erstmal gelöst. Geocaching.com ist aus dem Blickwinkel der Wahlfreiheit des Einzelnen zwar immer noch freier, aber im Sinne der Allgemeinheit ist der Mindeststandard CC-BY-NC-ND angemessen.