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Nik's Outdoor- und Technik-Blog
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Die Narzissen

Mai 10, 2012 Von: Nik Kategorie: Uncategorized

Ich wanderte durch diese Welt
wie ein Stern am Himmelszelt
als ich am Weg – wie wunderbar -
unendlich schöne Blumen sah.
Dort standen sie, unter den Bäumen:
Narzissen, die das Ufer säumen.

Gleich uns’rer schönen Galaxie
blinkten in der Ferne sie;
am See, am Rand des Wassers drot;
in großer Zahl an jenem Ort.
Sah tausende mit einem Blick,
die Blüten tanzten voller Glück.

Die Wellen sahen staunend dies,
der Blumen Freude doch bewies:
Ein derart fröhlicher Poet
zuweil’ verspielte Wege geht.
Ich sah – und sah – und ahnte nicht,
welch Wohlstand mir vor Augen liegt.

So kommt’s, dass mir zu ruhiger Stund’
aus diesem oder jenem Grund
Erinnerung an diese Zeit
erscheint im Glück der Einsamkeit.
Mein Herz sich dann in heit’rem Tanz
erfreut an dem Narzissenglanz.

Ursprünglich verfasst im Oktober 2006 als Übersetzung von William Wordsworth’s “The Daffodils” / “I wandered lonely as a cloud”
Englisch-Grundkurs Jgst. 11
©  2006 Dominik George, CC-BY-SA

Was mir auch noch egal ist: der Ubuntuusers-Planet

April 25, 2012 Von: Nik Kategorie: Spontane Gedanken

Heute ist es schon wieder passiert. Diesmal war es zwar kein selbsternannter Ubuntuusers-Sheriff, sondern ein Leser, aber dennoch hat mich jemand auf eine absolut sinnbefreite Regel des Ubuntuusers-Planeten hingewiesen.Diesmal ging es um den Flattr-Button, der sich auch in meinem Feed unter den Artikeln befindet.

Auch wenn ich Ubuntu und Canonical als proprietäre Software nicht unterstütze, habe ich damals, als ich Ubuntu noch verwendet habe, meine Artikel der Community zur Verfügung gestellt. Und zwar in der Hoffnung, dass sie anderen helfen könnten. Es ist mein gutes Recht, darauf hinzuweisen, dass man sich dafür – wenn man möchte – bedanken kann. Genau so steht es jedem Leser frei, das zu tun oder nicht. Ubuntuusers selber platziert auf seiner Website einen Spendenaufruf – das ist genau dieselbe Situation: Eine Person oder Organisation, die gemeinnützig agiert, möchte zum Ausdruck bringen, dass sie sich über Zuwendungen freut, um ihre Arbeit aufrecht zu erhalten.

Dadurch, dass ich im Planeten blogge, bin ich noch kein Teil von Ubuntu Deutschland e.V.. Es ist noch immer meine Arbeit und mein Inhalt – neben dem der Verein, der Ubuntuusers.de trägt, seinen eigenen Spendenaufruf platziert und mir genau dies gleichzeitig untersagt.

Wie es bei Ubuntu eben Tradition ist, gibt auch Ubuntuusers wenig bis gar nichts an die Community zurück. So ist die Software namens Inyoka, die dahinter steckt, bis heute nicht freigegeben worden. Das Open Source-Ökosystem funktioniert so nicht, aber ich vermute, dass auch Canonical und die darum gescharrten Organisationen das noch verstehen werden.

Natürlich kann man dafür sorgen, dass man von dem “großen Kuchen” auch ein Stückchen abbekommt. Dafür muss man nur Mitglied im Verein Ubuntu Deutschland e.V. werden – für Geld.

Disclaimer: Wie die Betreiber des Planeten auf diesen Artikel reagieren, ist mir wirklich ziemlich egal. Hier kann man sicher schön das Popcorn rausholen und sehen, wie die Sheriffs mit Kritik umgehen :) .

Update: Wow, das ging schnell. Wenigstens effizient arbeiten die. Keine 3 Minuten nach Veröffentlichung bin ich im Planeten schon vollständig und kommentarlos entfernt ;) .

Internet-Autonomie: Jabber/XMPP for Freedom

April 24, 2012 Von: Nik Kategorie: Internet, Netzwerk & Server

Seit meinem letzten Post zur Internet-Autonomie habe ich mich extensiv mit meinem Jabberserver unterhalten.

Meine Bemühungen, die ich nun schildern werde, mögen etwas paradox erscheinen: Es geht um die Anbindung von Legacy-Netzwerken über Jabber-Transporte, vornehmlich Skype und Facebook. Beide benötige ich übergangsweise, um die Kommunikation mit einigen Leuten aufrechtzuerhalten, die ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht migrieren kann.

Der Grund dafür, dass ich diese Protokolle nun über Jabber-Transporte anbinden wollte, ist der, den ich schon einmal genannt habe: Datenverfügbarkeit. Ich habe wenig bis gar keine Kontrolle darüber, was mit den Daten passiert, die ich über Facebook und Skype kommuniziere. Skype halte ich persönlich für äußerst schwer angreifbar (mit Ausnahme der Quellen-TKÜ), da es komplett dezentral arbeitet. Facebook ist hingegen ein bekanntes Problem.

Wenn man trotzdem aus historischen Gründen über diese Protokolle kommunizieren muss, so bleibt nur, sich klar zu überlegen, welche Informationen man durch den Kanal kommuniziert. Der Vorteil des Jabber-Transports ergibt sich dann, wenn man hier auch noch mod_archive hinzunimmt. Mod_archive loggt serverseitig alle Gespräche mit (sofern der Benutzer das konfiguriert hat).

Aus vielen Gründen ist mir die Archivierung meiner Konversationen äußerst wichtig – jedoch erlauben weder Skype noch Facebook einen sauberen Export dieser Daten. Durch das Routing sämtlicher Nachrichten durch meinen eigenen Jabber-Server ist die Datenverfügbarkeit vollständig gegeben.

Für die Techniker: Eine gute Implementation für die Transports ist Spectrum. Spectrum ist eine modulare Software, die über verschiedene Backends beliebige Protokolle transportieren kann. Existierende Backends sind libpurple und Skype. Die Implementation für Skype ist etwas von hinten durch die Brust ins Auge, aber das ist nicht anders möglich, da Skype ein Paradebeispiel für proprietäre Software ist. Das Backend startet Skype in einem virtuellen Framebuffer und registriert sich dann etwas magisch auf dessen DBus-API – kotzwürgbrech. Aber dafür können die Spectrum-Entwickler nichts und es funktioniert erstaunlich stabil. Facebook hingegen lässt sich einfach per XMPP anbinden.

Auf dem iPad ist dann besondere Vorsicht bei der Auswahl des Jabber-Clients geboten: Am vielversprechendsten sieht imo.im aus. Doch eines macht mich stutzig: das App bietet Push-Benachrichtigungen für XMPP bis zu einer Woche, nachdem das App beendet wurde. WTF, bitte? Erstens ist mir der Sinn dieser Funktion völlig schleierhaft, zweitens bedeutet es, dass der gesamte Traffic durch fremde Server geleitet wird. Der Hersteller bestätigte mir dann per E-Mail, dass man nicht etwa sauberes SASL macht, um wenigstens das Benutzerpasswort zu schützen, sondern dass dieses auf den imo.im-Servern im Klartext lesbar ist. Das App ist also ein absolutes no-go.

Im letzten Artikel hatte ich Monal empfohlen – das gebärdet sich aber ganz erbärmlich, seit mein Roaster auf 420 Kontakte angewachsen ist. Als Alternative teste ich jetzt Talkonaut, das zwar eine Menge überflüssige Features sowie einen merkwürdig anmutenden VoIP-Dienst an Bord hat, aber bisher einwandfrei funktioniert.

Mittlerweile habe ich im Bereich Jabber so viele Erfahrungen gesammelt und erfolgreiche Experimente durchgeführt, dass sich bald ein umfangreiches Kompendium zur Einrichtung von “always works”-Lösungen anschließen kann.

Übrigens, StatusNet integriert sich auch prima ;) .

FrOSCon-Arbeitswochenende im Linuxhotel

April 23, 2012 Von: Nik Kategorie: FrOSCon

Seit diesem Jahr bin ich ja Mitglied im Orga-Team der FrOSCon, und zur Vorbereitung der Konferenz haben wir uns – wie das wohl seit Jahren traditionell gemacht wird – für ein Wochenende ins Essener Linuxhotel zurückgezogen. Jochim und ich waren vorher schon im Unperfekthaus, weil wir einige CAcert-Infrastruktur-Systeme neu hochziehen wollten, aber dabei machte uns leider ein Fehler in der Virtualisierung einen dicken Strich durch die Rechnung.

Essy und ich haben dann hauptsächlich am Kids-Track gearbeitet und dabei Flyer, Plakate und Anschreiben vorbereitet, die nun bald an die Schulen im Raum Bonn verschickt werden sollen. Die Website der FrogLabs ist auch ein gutes Stück vorangekommen.

Ein soziales Highlight war das musikalisch, jedoch kulturell fragwürdige Cometogether einiger Nerds um Jochim und mich am Samstag Abend. Unsere Darbietung von American Pie war dann doch ganz gelungen, das haben wir Scotty dann mit RMS’ Free Software Song wieder ausgleichen lassen :P .

Unser Ehrengast war natürlich Tux persönlich.

(Übrigens: Ich bin der Typ hinter Jochims Armen ;) !)

Internet-Autonomie

April 18, 2012 Von: Nik Kategorie: Internet, Netzwerk & Server, Sicherheit, Spontane Gedanken

In Zeiten des Web 2.0 lässt sich ein Phänomen immer stärker beobachten: Sehr viele Internetnutzer begeben sich immer mehr in die Hände von Drittanbietern. Das beginnt beim E-Mail-Postfach und geht mit dem Speichern von Kalender- und Kontaktdaten weiter bis hin zur Nutzung sozialer Netzwerke, die dann meistens zur völligen Datenabhängigkeit führen.

Ich selber bin (bzw. war) ja extensiver Nutzer von sozialen Netzwerken (inkl. Facebook) und hatte vor allem viele meiner Daten in der Cloud, speziell bei Google. Google ist (bzw. war) meiner Ansicht nach ein “not-so-evil empire” – natürlich sammeln sie Daten, aber im krassen gegensatz zu so gut wie allen anderen Internetriesen waren sie immer transparent. Diese Transparenz führte bei mir zu Vertrauen dahingehend, dass ich mir sicher war, dass Google ncihts mit meinen Daten tut, wovon ich nichts weiß.

An dieser Position hat sich grundlegend nichts geändert, dennoch gab es für mich einen akuten Anlass ein Projekt zu starten: Die möglichst weitgehende Internet- bzw. Datenautonomie.

Was bedeutet das?

Als Autonomie (altgriechisch αὐτονομία, autonomía, „sich selbst Gesetze gebend, Eigengesetzlichkeit, selbständig“, aus αύτός, autos, „selbst“ und νόμος, nomos, „Gesetz“) bezeichnet man den Zustand der Selbstständigkeit, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Selbstverwaltung oder Entscheidungsfreiheit.

(Wikipedia)

Im speziellen Fall der “Internetautonomie” bedeutet der begriff, dass ich alle Daten, die ich produziere oder die andere für mich produzieren, selber verwalten möchte – hierzu ist es also nötig, alle benötigten Dienste selber mit eigener Infrastruktur bereitzustellen.

Lies den Rest des Eintrages →