Liebe Telekom…

…es reicht!

Noch nie in meinem Leben habe ich so viel Unfug erlebt wie in den letzten Wochen mit euren Dienstleistungen!

Zur Vorgeschichte: Ich bin seit Juli 2011 Kunde Ihres altehrwürdigen Unternehmens. Das sind „nur“ fast fünf Jahre – sicherlich eine kurze Zeit im Vergleich zu den alten Hasen, die bei euch schon ihr erstes tragbares Koffertelefon gekauft haben. Allerdings bin ich auch nicht irgendein Kunde, sondern stolzer Inhaber eines MagentaMobil L+-Vertrags mit Top-Handy. Richtig – ich bezahle seit fast fünf Jahren jeden Monat fast 100 €. Das macht – Moment – knapp 6000 € Umsatz. Nicht schlecht als einzelner Kunde, oder?

Nach langer Suche habe ich nun zum 1.5. meine erste eigene Wohnung in Bonn gefunden. Ich habe zwar noch immer keine Deckenlampe, und auch das Bett hält icht so richtig, aber das ist alles nebensächlich – richtig heimisch wird es erst mit echtem DSL-Anschluss! Nun sollte man ja meinen, dass es im Jahr 2016 eine einfache Sache sein müsste, einen Telefon- und Internetanschluss in ein 60 Jahre altes Gebäude mit 30 Vormietern zu bekommen. Ich bin selber in der ITK nicht ganz unbedarft, und technisch ist die Bereitstellung des Anschlusses eine Sache von etwa 10 Minuten – wenn ihr euch denn auf eure Subunternehmer, die die Leitungen im Hausanschlusskasten verdrahten, verlassen könntet. Als unterbezahlte Hilfskräfte geben die sich aber bekanntermaßen und verständlicherweise auch nicht die größte Mühe, nachhaltig zu dokumentieren und sauber zu arbeiten (liebe unterbezahlte Hilfskräfte: sicherlich gibt es auch bei euch Ausnahmen, die die Regel bestätigen ☺!).

Voller Vorfreude öffne ich also die Telekom-Website. Dort finde ich auch sofort das MagentaEINS-Angebot – als Premium-Kunde mit einem teuren Handyvertrag habe ich das Privileg, monatlich 10 € sparen zu dürfen, wenn ich einen Festnetz- udn einen Handyvertrag kombiniere. Toll – das kann ja nur superbillig werden! Und bei einem etablierten Unternehmen wie der Telekom stimmt sicher auch die Leistung für das Geld.

Doch schon nach einem kurzen Augenblick kam die Ernüchterung – leider kann ich aus einem unbekannten, unerwarteten und vermutlich saudummen Grund nicht auf den MagentaEINS-Bestellprozess zugreifen. Die Website quittiert die Eingabe meiner mTAN mit dem freundlichen, aber irgendwie leicht sarkastisch wirkenden Text „Herzlich Willkommen! Es ist ein unerwarteter Fehler aufgetreten!“ Hey, danke – da fühle ich mich richtig willkommen!

Na gut, das kann ja alles mal passieren. Da teilt man das eben kurz dem netten Twitter-Team mit, und dann geben die das weiter und dann wird das gefixt. Leider hatte ich diesen Traum nicht in der ersten Nacht in meiner neuen Wohnung, denn wie die Vermieterin mir mitteilte, würden diese Träume in Erfüllung gehen. Dieser heir ging nicht in Erfüllung – stattdessen bot man mir an, mich Schritt für Schritt durch den Bestellprozess zu begleiten. Hallo? Jemand da, der mitdenkt? Ich habe euch sogar einen Screenshot geschickt, an dem ihr seht, dass euer System kaputt ist. Ich bin durchaus in der Lage, ein Webformular mit zwei Feldern auszufüllen. Wirklich!

Leider bestand das Twitter-Team darauf, dass ich mich nur zu blöd anstelle. Ich habe dann alle Geräte und Browser udn Internetverbindungen durchprobiert – ohne jede Veränderung. Ich habe mittlerweile genug mTANs, um damit den Lotto-Jackpot zu knacken. Doch endlich, nach fünf Tagen, hat man die Lösung für mich: Ich solle doch einfach in den Telekom-Shop gehen, oder telefonisch bestellen, oder sowas.

Jetzt mal langsam: Ich möchte einen *I*n*t*e*r*n*e*t*-Anschluss – und die einzige Möglichkeit, so etwas zu bekommen, ist offline? Soso – na, das steigert mein Vertrauen enorm. Ich möchte eine Dienstleistung von einem Unternehmen beziehen, das Millionen von Menschen ISP-Dienste anbietet, und die Werbekampagne dafür ist, dass sie nicht einmal ihre eigene Website unfallfrei betreiben können. Ich denke wirklich nicht, dass ich mich darauf verlassen will.

Nachdem ich mich nach einigen Tagen erfolgreich abgeregt hatte, bin ich dann doch mal in den Telekom-Shop gegangen und habe mich informiert. Eine VDSL 50-Leitung kann ich bekommen, für 34,99 € im Monat, zumindest am Anfang, später dann 39,99 € im Monat. Aber dank des MagentaEINS-Kombi-Super-Sparmenüs spare ich dafür ja beim Handy. Allerdings muss ich auch erst einmal 64,99 € aufbringen, als Bereitstellungsgebühr (sprich: für effektives Nichtstun im Tagesgeschäft). Wie, das gefällt mir nicht? Macht nichts, dafür bekomme ich ja ganze 5000 PAYBACK-Punkte.

Mit dem Angebot in der Hand ging ich also ersteinmal wieder hinaus und rief einen Freund an, der mir 1&1 empfahl. Das Angebot dort sah deutlich besser aus – aber um diese Details soll es hier nicht gehen.

Innerhalb kurzer Zeit konnte mir eure Konkurrenz die frohe Botschaft überbringen: Mein Anschluss wird am 20.5. geschaltet. Ich bekomme sogar eine Gutschrift, weil kein Techniker ausrücken muss. Und einen Handyvertrag bekomme ich auch noch obendrauf. Das Ganze für 20 € weniger als bei der Telekom – den MagentaEINS-Sonder-Rabatt eingerechnet.

Bis zu diesem Punkt wäre das alles eine normale Telekom-Geschichte – aber Ihre Mitarbeiter sind ja dafür bekannt, sich selbst zu übertreffen und zu überraschen.

Bis zum besagten 20.5. muss ich nun erst einmal mit LTE überbrücken. Zum Glück habe ich ja den Premium-Vertrag Magenta L+ mit 10 GiB High-Speed-Datenvolumen Betrugsflatrate sowie mehrere MultiSIM-Karten. Also eine davon in ein LTE-Modem gesteckt und an den Linux-Router – schon bin ich online. Irgendwie habe ich dabei den Traffic meines Media-Centers unterschätzt, und so war das Highspeed-Datenvolumen dann bald verbraucht.

Mein Fehler – das Mediacenter habe ich sofort gefixt, nun muss also ein SpeedOn-Paket her. Das habe ich schon oft genutzt – für 4,95 € gibt es 1 GiB Extravolumen. Oder besser: gab – denn nichtsahnend gebe ich das Wort „speed“ in die SMS ein, und schon habe ich – 250 MiB (!) neues Volumen.

Habt ihr einen Taschenrechner zur Hand? Ja? Dann teilt mal 1000 durch 250. Was kommt raus? Vier? Richtig. Das heißt, ich habe ein Viertel der Leistung für den gleichen Preis bekommen, oder bezahle viermal so viel für die alte Leistung. Wie kommt denn das, frage ich mich? Eine Preiserhöhung der Telekom? Haben die es so nötig, dass die WLAN-Preise auf der CeBIT plötzlich konkurrenzfähig werden?

Wieder hilft das Twitter-Team. Ja, werde ich aufgeklärt – vor einiger Zeit habe ich meinen Tarif gewechselt. Vorher hatte ich einen Wasauchimmer-Vertrag, jetzt habe ich MagentaMobil. Da sei das Preismodell der SpeedOn-Pakete nunmal anders.

Aha – da wundere ich mich nun doch: Tatsächlich wurde ich irgendwann 2015 von einem lästigen Telekom-Kundenbespaßer angerufen, der mich informierte, dass die Telekom ein ganz neues Vertragsmodell einführt, und die alten Verträge alle kostenlos auf das neue MagentaMobil umgestellt würden. Ob er das denn machen dürfe? Das Geniale: Der neue Tarif kostet bei exakt gleicher Leistung sogar 10 € weniger für Bestandskunden. Ob es denn da auch wirklich keinen Unterschied gäbe, fragte ich. Nein, sagte der Kudnenbespaßer. Wirklich gar keinen? Nein, wirklich gar keinen.

Und nun, über ein Jahr später, finde ich den Unterschied. Und zwar beinhaltet das neue Modell unglaubliche Wucherpreise, wenn mein Datenvolumen einmal nicht ausreicht. Das Twitter-Team bedauert das sehr – der Kundenberater habe mir das sicherlich nicht absichtlich verschwiegen. Bedauerlicher Unfall! Die Lösung sei aber einfach – auf der Website kann ich auch bequem das Paket SpeedOn L buchen, dann habe ich wieder 1 GiB mehr Volumen – Kostenpunkt: 12,95 € (noch nicht mal drei mal so viel wie vorher!). Inwieweit das eine Lösung für das Problem „Mein neuer Trif, den ihr mir angedreht habt wie warmes Bier, ist Betrug“ darstellt, könnt ihr mir doch sicher zufriedenstellend erklären, oder?

Naja, was solls. Also sicherstellen, dass das eine Gigabyte nun auch wirklich bis zum 20.5. ausreicht, in den sauren Apfel beißen und das Paket für 12,95 € buchen. So langsam dazu überlegen, ob das alles nicht mittlerweile für ein Sonderkündigungsrecht ausreicht.

(Rückblende: Letzte Woche rief mich ein Kundenverführer an, um mir die freudige Mitteilung zu machen, dass ich nun für jede MultiSIM 1 GiB zusätzliches Datenvolumen bekommen würde, Und das kostenlos. Ober mir das denn buchen dürfe. Na, wenn das so ist, liebe Telekom, dann darf Ihr Kollege das natürlich. Eigentlich hätte ich hier direkt nachfragen müssen, ob das denn wirklich so sei. Habe ich verpennt. Der Kundenverführer war aber offenbar noch nicht so geübt im schnellen Verführen, oder hat genug von Anwälten auf die Finger bekommen, und so fragte er noch einmal zusammenfassend nach: In Zukunft habe ich dann also 10 GiB auf meiner primären SIM-Karte, sowie jeweils 1 GiB auf den beiden MultiSIMs. Habt ihr den kleinen, aber feinen Unterschied zu vorher auch bemerkt? Ich schon – und fragte nochmal nach. Meine Interpretation ist richtig – die 10 GiB der primären SIM-Karte hätte ich nach der Umstellung auf den MultiSIMs nicht mehr nutzen können. Ich hätte also für mein Notebook nur noch das eine Gigabyte Highspeed-Datenvolumen gehabt. Dass man auf einem Notebook mehr Traffic hat als auf einem Handy, war dem Kundenverführer unerklärlich – und so erklärte er mir, wenn ich denn das tolle Angebot ablehnen würde, dann würde er mich halt streichen. Ja aber bitte doch!)

Damit könnte die Geschichte jetzt zu Ende sein. Ist sie aber nicht. Denn in den letzten Tagen weisen mich Leute immer wieder darauf hin, dass sie mich nicht erreichen könnten, weil dauernd mein Handy besetzt sei. Habe ich alle für blöd erklärt – wie soll mein Handy denn bestzt sein, ich telefoniere doch gar nicht! Heute habe ich das dann mal selber ausprobiert. Auf dem Bürotelefon meine Handynummer gewählt, und siehe da: „Die gewählte Rufnummer ist besetzt!“. Einige Sekunden später erhalte ich eine SMS, in der ich auf den verpassten Anruf hingewiesen werde.

Meine Vermutung ist, dass ihr, liebe Telekom, mir in irgendeinem Nebensatz das Super-Sonder-Back-to-the-90s-Analogmodem-Paket gebucht habt. Klar, wenn mein LTE-Modem im Internet ist, ist die Leitung besetzt. Das kenne ich aus den Zeiten, als ich meine E-Mails noch hören konnte – und mal ehrlich, in den 90ern war doch sowieso alles besser!

Meine ISP-Dienste hätte ich jedoch gerne von 2016 – und so, liebe Telekom, habt ihr den Zuschlag nun leider verloren. Zum nächstmöglichen Termin werde ich zur Konkurrenz wechseln und das auch allen Leuten, die ich kenne, ans Herz legen.

Viele Grüße,
ein bisher gutzahlender Kunde

Wie das Jobcenter (Remscheid) Förderung verhindert

Es ist so weit: Nachdem mich dieses Thema nun seit über einem Jahr
beschäftigt, muss ich damit an die Öffentlichkeit gehen. Da das
Jobcenter Remscheid seit geraumer Zeit Leistungsempfänger, deren Kinder
im Rahmen von Bildungs- und Teilhabe-Leistungen an den Freizeiten
unseres Vereins teilnehmen, um ihre Leistungen bringt und uns und den
Leistungsempfängern auf Kosten der Kinder das Leben besonders schwer
macht, muss nun ein Verfahren her, mit dem wir diese Situation
nachhaltig ändern können.

Da wir in der Vergangenheit intensiv mit einer Schule in Remscheid
zusammengearbeitet haben und generell darauf bedacht sind, auch Kinder
mit besonderem Förderbedarf aus sozial schwächeren Umfeldern zu
integrieren, haben wir regelmäßig mit „Kunden“ (Eigenbezeichnung
Jobcenter) des Jobcenters Remscheid zu tun. Gemäß dem zweiten Buch des
Sozialgesetzbuches (SGB II), Paragraph 19, stehen den Kindern von
Leistungsempfängern monatlich 10 € für „Bildung und Teilhabe am
öffentlichen und kulturellen Leben“ zu. Dieser Etat kann für
Sportvereine, Ferienfreizeiten usw. ausgegeben werden. Inoffiziell kann
dieser Etat auch in anderen Stückelungen ausgegeben werden (die meisten
Freizeiten werden nicht in Monatsraten bezahlt).

Während einige Jobcenter diese Leistungen gerne und zuverlässig
erbringen, so dass den Kindern viel Spielraum für ihre Förderung
bleibt, befindet sich das Jobcenter Remscheid regelmäßig am untersten
Ende der Skala und macht uns und den Familien das Leben wesentlich
schwerer, als es ohnehin schon ist.

Sehen wir uns einige Beispiele an (Namen geändert):

  • Marius, 11 Jahre, nahm im Sommer 2014 an den FrogLabs in Sankt Augustin teil,
    Teilnehmerbeitrag 50 €. Die Mutter beantragte die Übernahme aus den
    oben genannten Leistungen. Es war belegt, dass Marius noch ausreichend
    Mittel für das Kalenderjahr zustanden. Der Antrag wurde verschleppt,
    und zwar bis ins neue Jahr. Die Mutter war mit der Situation und
    anderen Schikanen des Jobcenters derartig überfordert, dass sie auf
    unsere Schreiben nicht mehr reagierte. Beim Jobcenter selber
    verweigerte man uns aus Datenschutzgründen die Auskunft. Nach langer
    interner Diskussion und Rücksprache mit der Schule als Berater
    entschieden wir uns, das gerichtliche Mahnverfahren gegen die Mutter
    einzuleiten, um letztenendes das Jobcenter als Drittschuldner zur
    Zahlung zu verpflichten. Das Jobcenter bezahlte im Juli 2015 den
    ursprünglichen Teilnehmerbeitrag, jedoch so, als sei der Antrag neu.
    Der Etat des Kindes von 2014 verfiel, die Freizeit wurde vom Etat für
    das Jahr 2015 agezogen. Die Mahnkosten wurden nicht übernommen. Auch
    der gesetzlichen Auskunftspflicht aus dem Pfändungs- und
    Überweisungsbeschluss kam das Jobcenter nie nach. Aufgrund der
    Aussichtslosigkeit haben wir der Familie die Mahnkosten erlassen und
    haben so von den ursprünglichen 50 € etwas mehr als 2 € erhalten.
    Darüberhinaus schämt sich die Mutter für den Ablauf der Geschichte, so
    dass das Kind nun nicht mehr an Freizeiten teilnehmen wird. Marius selber
    wurde um mindestens 50 € betrogen, da der Etat 2014 verfallen musste.
  • Janina, 13 Jahre, nahm im Sommer 2015 an den FrogLabs teil. Die Mutter
    reichte den BuT-Antrag rechtzeitig beim Jobcenter ein und erhielt
    hierüber eine Bestätigung. Als die Zahlung ausblieb, fragten wir bei
    der Mutter nach und erhielten eine Kopie des Eingangsstempels. Um der
    Familie die unverschuldete Last abzunehmen, riefen wir beim Jobcenter
    an, jedoch wurden wir nicht zu einem Sachbearbeiter durchgestellt. Auf
    Nachfrage der Familie bei der Sachbearbeiterin wurde erklärt, dass er
    Antrag in der Hauspost verloren gegangen sei und neu gestellt werden
    müsse. Der Antrag wurde zeitnah neu eingereicht. Nach nunmehr vier
    Monaten warten wir noch immer auf die Bezahlung. In diesem Fall bleibt
    uns auch nur die Einleitung des Mahnverfahrens, da uns die
    Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Remscheid nicht möglich ist und wir
    nur Handhabe gegen die Familie selber haben – ob diese den Aufwand und
    die Mehrkosten ersetzt bekommt, ist fraglich.
  • Jessica, ebenfalls 13 Jahre, nahm ebenfalls im Sommer 2015 an den
    FrogLabs teil. Der Fall verlief zunächst genau so wie bei Janina, doch
    seit Januar 2016 hat das Jobcenter die Zahlung aufgenommen. Allerdings
    scheint das Jobcenter über üblichen kaufmännischen Grundsätzen zu
    stehen und hat sich selber eine Ratenzahlung gewährt, ohne dies je mit
    uns zu vereinbaren. Die Raten werden vom neuen Etat 2016 bezahlt, auch hier
    wird das Kind also dadurch, dass der Etat 2015 verfiel, um mindestens 50 €
    betrogen.

Wir haben als Verein entschieden, dass wir dieses Gebaren nicht
abfangen können und leider die betroffenen Familien wie jeden anderen
Zahler behandeln müssen. Dies wäre grundlegend anders, wenn das Jobcenter
offener mit den Jugendhilfeträgern und Vereinen zusammenarbeiten würde. Dies
ist allerdings nicht möglich, da die Leitungs des Jobcenters Remscheid auf
keinerlei Anfragen reagiert. Die einzige zu erhaltende Auskunft ist, dass
die Zeit von der Genehmigung bis zur Zahlung regulär bis zu 12 Wochen beträgt.
Doch auch weit nach dieser Frist tut sich nichts.

Damit nicht weiter sowohl Kinder und Familien als auch wir unter diesem
Gebaren leiden, bleibt nun nur die Öffentlichkeit – in Ermangelung
einer Ombudsstelle, die das Jobcenter Remscheid, im Gegensatz zu
anderen Jobcentern, vorsichtshalber nicht hat.

Wer kreative Ideen zur Linderung oder Bewältigung dieses Problems hat,
ist herzlich eingeladen, sich bei mir zu melden. Auch ähnliche
Erfahrungen sind willkommen!


Original-Quelle: Teckids e.V. Mitglieds-Blog von Dominik George

Was, wenn Microsoft immer noch Freie Software bekämpft?

Achtung: Dieser Post ist weder mit Fakten untermauert noch erhebt er irgendeinen Anspruch auf Korrektheit oder Sinnhaftigkeit!

1996 – Microsoft führt den heiligen Krieg gegen Linux und Freie Software
2016 – Microsoft baut auf Linux, bringt Debian-Derivate heraus, fördert die Entwicklung für Linux-Plattformen

Nun, es sieht nach einer guten Nachricht für die Community aus: Microsoft hisst die weiße Fahne und rettet, was zu retten ist, indem sie einzelne Geschäftsfelder auf Linux ausweiten.

Doch was, wenn der Krieg gar nicht vorbei ist? Was, wenn Microsoft gerade eine neue Taktik gefunden hat?

Visual Studio kann jetzt Binaries für Linux bauen. Das ist toll. Aber es ist auch gefährlich: Denn dadurch kommt nicht nur Software aus der Microsoft-Ecke auf eine neue Plattform, sondern dieser Software hängt auch die Ideologie der Branche an.

Während Linux technisch gewinnt, droht der Gedanke der Freien Software verloren zu gehen. Freie Software darf nicht auf den Einsatz von Linux als Kernel reduziert werden – ein Linux-Kernel, auf dem nur die gleiche proprietäre Benutzersoftware ausgeführt wird wie auf Windows, ist wertlos.

Was also, wenn Windows ein Bauernopfer ist? Von Linux geschlagen, während am anderen Ende die Dame der proprietären Software-Industrie den König der Freien Software matt setzt?

Liebe Leute – feiert kurz, dann baut weiter tolle Freie Software!

Ernsthaft, DreamHost?

Wait, what… DreamHost hat eine Seite, auf der sie ihre Kunden zu Intrusion Detection beraten?

Das ist ja genial. Das freut mich jetzt. Ich hoffe, die Mitarbeiter lesen die auch mal. Ich denke, ich nutze die Gelegenheit, eine kleine Jugendsünde loszuwerden: Die Sache mit der Root-Shell bei DreamHost.

Das muss so etwa 2009 gewesen sein, da war einem bestimmten Kumpel und mir etwas langweilig. Und es gab eine kleine Website, auf der man beim Wardriving offene WLAN-Netze eintragen konnte. Zumindest sollte man das können, funktioniert hat es nicht. Dafür konnte man sich registrieren und danach dann das ganze CMS im Backend editieren, inklusive des rohen PHP-Codes der Seiten.

Innerhalb kürzester Zeit war per PHP-Code eine AJAX-Shell installiert und das Backend durch eine lokale Bash statt SSH ersetzt. Und die führte direkt auf einen der Kunden-Webserver von DreamHost.

Besonders schick war dann aber, dass sudo für nichts ein Passwort verlangte. Wie das kam, fanden wir auch schnell heraus: Das WLAN-Karten.Projekt war ebenfalls eine Jugendsünde, und zwar vom CEO des Hosters, die nun dort in seinem produktiven Account herumlag.

Die Shell haben wir schnell wieder entfernt und den CEO per E-Mail informiert. Es tat sich nichts – auch nach Wochen und Monaten nicht. Als sich nach einem Jahr immer noch nichts getan hatte, haben wir noch einmal eine Shell aktiviert und den Link dorthin an den CEO und den Support geschickt – immer noch ohne Erfolg.

Ein weiteres Jahr später – die Shell war immer noch aktiv – verlinkten wir selbige im Wiki des Chaos Communication Congress. Und einige Tage später kam es zu einem Angriff auf eine Menge bei DremHost gehostete Websites. Ob unsere Shell der Wegbereiter hierfür war, vermag ich nicht zu sagen – ganz ausgeschlossen ist es aber nicht.

Fakt ist aber: Eine Anleitung zur Intrusion Detection aus der Feder von DreamHost ist vielleicht ein wenig fragwürdig ;).

Warum diese Panik nach Terroranschlägen?

In Brüssel sind heute Vormittag mehrere Sprengsätze am Flughafen sowie in einer Metro-Station detoniert. Es gab einige Verletzte und Todesopfer. Das ist dramatisch – aber einen Punkt verstehe ich, wie schon bei vorherigen Anschlägen, nicht.

Sofort wurden nun in Belgien und sogar im Ausland Angstreaktionen ausgelöst. Insbesondere fahren die Züge des Thalys und des Eurostar nicht mehr.

Wie kommt es dazu? Natürlich aus einer nicht ganz unbegründeten Panik heraus, dass dort nun weitere Anschläge folgen.

Ich persönlich, naiv wie ich bin, finde das irrational und falsch. Aus zwei Gründen:

Erstens wollen die Terroristen genau das. Sie wollen Angst schüren, sie wollen Aufmerksamkeit. Glaubt jemand, ein Selbstmordattentäter sprengt sich wegen 15 Opfern in die Luft? Nein, das wahre Ziel sind die Reaktionen in den Medien und den Regierungen. Wieso erlauben wir den Tätern also, sich an Angstreaktionen aufzugeilen?

Zweitens sind diese Terroristen alles, aber nicht dumm. Dass die Züge nicht mehr fahren würden, wussten sie vorher. Etwaige weitere Anschläge werden nicht dort passieren. Das wäre auch viel zu gefährlich für die Täter.

Vielleicht kann mir jemand erklären, wo mein Denkfehler ist?

Update: Die Uni sowie einige Schulen wurden evakuiert. Die Terroristen haben also einen Einfluss auf die Bildung zu feiern, ohne dort anzugreifen!